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Autor Thema: Riese vom Geisterschloß  (Gelesen 344 mal)
Rollocoaster
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« am: 15. Februar 2009, 19:23:59 »

Weiß jemand von Euch was mit dem Riesen vom Geisterschloß passiert ist?
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Der Toboggan ist gerettet.


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« Antworten #1 am: 19. Februar 2009, 22:54:36 »

Weiß jemand von Euch was mit dem Riesen vom Geisterschloß passiert ist?

Der Riese war nicht mehr funktionstüchtig, deshalb wurde er entpfernt und gegen die Fledermaus ausgetauscht.

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Praterfreund
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« Antworten #2 am: 21. Juni 2009, 17:32:55 »

Der Riese hat mir bedeutend besser gefallen.

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Rollocoaster
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« Antworten #3 am: 25. Juni 2009, 22:07:43 »

Ja, mir auch.

Die Fledermaus gefällt mir weniger, aber leider kann man es nicht änderen das der Riese nicht mehr fuktionstüchtig war und durch einen anderen Geist getauscht werden musste.
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Praterfreund
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« Antworten #4 am: 18. Juli 2009, 01:48:50 »

Ja, mir auch.

Die Fledermaus gefällt mir weniger, aber leider kann man es nicht änderen das der Riese nicht mehr fuktionstüchtig war und durch einen anderen Geist getauscht werden musste.

Da hast Du recht. Traurig Traurig
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praterfritze
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« Antworten #5 am: 05. Juli 2010, 22:32:12 »

Der Riese vom Geisterschloss – bisheriger Forschungsstand und offene Fragen
Dank unverlässlicher Angaben in diversen Praterbüchern ist die gesamte Historie verwirrend.
Die Existenz der ersten Form „Geistermühle“ ist durch wenige Fotografien gesichert. Unsicher ist das Jahr der Errichtung/Eröffnung. Die Epigonen von Hans Pemmer – Dürigl und Sackmaur geben 1949 als Errichtungsjahr an. Diese Angabe ist zu 99 % falsch.
Als jüngste Geisterbahn im Prater wurde stets der „Rote Adler“ gehandelt; das Eröffnungsjahr  1951 ist durch mehrere Quellen  gesichert. Es existieren aber Postkarten aus dieser Zeit, auf welchen der „Rote Adler“ zu sehen ist, nicht aber ein geisterbahnähliches Etablissement neben der Raketenbahn. Das sagt per se noch nicht viel; auf den ersten Nachkriegspostkarten wurden zum Teil neue Bilder mit solchen vom 1945 zerstörten „alten Prater“ vermischt. Die Tatsache, dass dies auf mehreren „Mehrbildkarten“ der Fall ist, spricht aber für die Theorie, dass die Geistermühle  frühestens  ein Jahr  nach 1951 errichtet wurde. Und in weiteres Faktum: La Speranza berichtet in seinem „Praterkaleidoskop“  (nach gesicherten Presseberichten) von einem endlosen Rechtsstreit zwischen der Geisterbahnbesitzerin Ida Zecha (verw. Molzer) und dem Besitzer des „Roten Adler“ um die Urheberrechte an vielen Effekten und Figuren (welches übrigens zum überdimensionalen Ausbau der Zecha-Geisterbahn führte); das andere Konkurrenzunternehmen „Geistermühle“ kommt dabei nicht vor. Auch das von Dürigl genannte Jahr der Umwandlung der „Raketenbahn“ in das Autodrom zweifle ich an.
Identisch mit der Geistermühle ist vor allem ein Gebäudeteil: das „Knusperhäuschen“ am Ende des Aufzuges im Inneren. Die Geistermühle dürfte nicht lange bestanden haben, denn es gibt so gut wie keine kommerziellen Postkarten davon. Nach dem Aufzug  fuhr man über nicht überdachte Galerien an der linken Breitseite und an der Frontseite. Diese offene Bauweise (angelehnt an die Konstruktion des Vorkriegs-Geisterschloss es von Friedrich Holzdorfer) dürfte Probleme gemacht haben. Beide Galerien wurden bald überdacht und die öußere Form wurde von „Mühle“ auf „Schloss“ geändert. Diese Metamorphose passierte zumindest ein Jahr vor der Umstellung von „Raketenbahn“ auf „Autodrom“ (Fotos, welche das Geisterschloss neben der  Raketenbahn zeigen, sind bekannt) – stimmt das Jahr 1959 für die Installation des Autodroms, müsste das Geisterschloss 1958 entstanden sein.
Bis zur Installation des Riesen vergehen noch mindestens 2 Jahre (bis 1960) denn es gibt auch Fotos des Geisterschloss ohne den Riesen mit Autodrom daneben. Auf dem Dach befanden sich je ein Drachen (neben den burgartig gestalteten Türmen) sowie ein erhängtes Skelett, welches von der Mühle übernommen worden war.

Für die Installation des Riesen kämen sohin die Jahre 1960 bis 1964 in die engste Wahl. 1960 setzte die Kinderbuchautorin Mira Lobe mit ihrer kongenialen Illustratorin Susi Weigel, dem Geisterschoss in „die Omama im Apfelbaum“ ein Denkmal. Die Illustration zeigt eine Zeichnung des Geisterschloss, bereits mit den 2 Schlangen, aber ohne einen Riesen. Unter diesem Link: http://www.wien.gv.at/rk/msg/2005/0304/013.html
finden wir eine der frühesten Abbildungen.
Der Riese war von Anfang an furchterregend, in Betrieb ein veritabler „Kinderschreck“. Eine ganze Generation von Kindern machte bei der Bahn einen Bogen – sichtbar auch auf oben genanntem Foto, auf dem die kleinen Mädchen seitlich, in sicherer Entfernung stehen.  So konnte das Geisterschloss als erste Geisterbahn auf den „lebenden Geist“ verzichten. Ab 1965 wurde der dafür vorgesehene Balkon zwischen den beiden Galerien (linke Ecke) deaktiviert und dort ein Totengerippe installiert  (wo sich seit 1974 das Menschenfresser-Gesicht mit dem Skelett im Maul befindet) In dieser Form präsentiert sich das Etablissement in allen Publikationen zur 100-Jahrfeier des  Praters (z.B. Pernkopf: „Der Prater“ J&V 1966 – fotografiert im Jahr davor 1965). Das hier präsentierte Foto muss somit mindestens ein Jahr älter sein.  Während die Kinder sich draußen mehr fürchteten, war es damals im Inneren für die Erwachsenen gruseliger. Diese mussten sich buchstäblich „opfern“ wenn die Kinder fahren wollten, denn gegen Ende der Fahrt fuhr man auf ein Spinnennetz zu, welches kurz erleuchtet war, danach im Finstern, zog sich etwas Klebriges über das Gesicht der BesucherInnen. Während die Kinder ihren Spass hatten, dachten die Erwachsenen in erster Linie daran, wer das vor ihnen schon aller im Gesicht hatte.
In den Folgejahren wurde die Galerie links schrittweise geschlossen (es entstand ein dunkler Gang, die selbe Entwicklung gab es übrigens bereits in den 50-ern beim „Roten Adler“),  die burgartigen Türme wurden Anfang der 70-er durch überdachte ersetzt.
Den Riesen sah ich 1973 letztmalig in voller Funktion (aus den genannten Gründen nur noch in der Nacht). Im Spätherbst  wurde er damals stets zerlegt – der Kopf und der rechte Arm entfernt und die Figur in Zelophan eingewickelt. War zuerst die Henne oder das Ei? Führte der Verzicht auf die „Einwinterung“ zur Funktionsstörung oder ersparte man sich diese Zeremoniell fortan, da er ohnedies nicht mehr funktionierte?  Seit 1974 bewegte sich nur noch das Maul und ein Wenig der rechte Arm mit der Keule.
Ende der 80-er wurde die Figur bei einem Orkan schwer beschädigt. Sogar die Keule war geknickt. Im Zuge der Wiederherstellung wurde die Figur sehr verunstaltet (unpassende Drachenzähne, zu große Ohren, hässliche Glühbirnen als Augen – ebenfalls auf einer Postkarte dokumentiert). In diesem Zustand kam eine Überführung in ein Museum nicht mehr in Betracht. 2000 wurde die Figur demontiert und 2001 der „Sauriermann“ installiert. Stimmt das „Geburtsjahr“ 1960, hatte er immerhin, wenn auch etwa zur Lebensmitte nicht mehr funktionstüchtig, 40 Jahre am Buckel. Eine stattliche Zeit, bedenkt man, dass all diese schönen Dinge nicht für die Ewigkeit gedacht sind.
Die offenen Fragen:
•   Wer kennt verlässliche Zeitungsberichte, anhand derer sich die fehlenden Daten (Umbau auf Geisterschloss, Installation des Riesen) mit Sicherheit festmachen lassen?
•   Wer weiß über die Herkunft des Riesen Bescheid? Wo wurde er gebaut? Vom Besitzer selbst? Eine Einzelanfertigung oder gab es anderen Orts „Geschwister“  z.B. auf reisenden Geschäften  (auf dem Oktoberfest oder anderswo)?
Zweckdienliche Hinweise erbeten!


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« Antworten #6 am: 09. Juli 2010, 00:43:38 »

@ praterfritze:

Vielen, vielen Dank für die hervorragend recherchierten, umfangreichen Informationen!!
Das ist ganz genau die Art von Information, die mich interessiert! Lächelnd

Eine meiner brennendsten Fragen ist nun geklärt - nämlich seit wann es das Menschenfresser-Gesicht mit dem Skelett im Maul gibt: 1974 bzw. fand ich auch höchst interessant, dass der Riese seit 1974 nur noch das Maul und ein Wenig den rechten Arm mit der Keule bewegte - daran kann ich mich auch noch dunkel erinnern, denn ich war 1976 im Alter von zwei Jahren das erste Mal im Prater (ist auch durch Fotos belegt).
Mir hat der Riese, so wie er in den 70er und frühen 80er Jahren war, auch am besten gefallen. Ich hatte auch immer große Angst vor ihm!  Grinsend Dass der Riese im Spätherbst zerlegt wurde, sieht man übrigens auch am Beginn des Musikvideos von André Hellers "Schnucki, ach Schnucki"-Interpretation, zu sehen auf der "Wiener Prater im Film" DVD des Filmarchivs Austria (ein Wochenschau-Beitrag aus dem Spätherbst 1973). Da fehlt nämlich der Kopf des Riesen. Das Gesicht des Riesen muss übrigens Ende der 60er Jahre geändert worden sein - in einem Beitrag auf der 1966 (glaub ich) Wochenschau-Jahresedition des Filmarchivs Austria hat er jedenfalls noch ein anders aussehendes Gesicht (insbesondere im Bereich der Augen).

Weitere Fragen zum Geister-Schloss, die mich noch interessieren würden, wären:

- In welchem Jahr wurden die beiden horizontal herausragenden Schlangen entfernt?

- In welchem Jahr wurde das grüne Säbelzahn-Ungeheuer, das heute noch an der Fassade hängt, montiert?

- Wann wurde der kleine rote Teufel links neben dem Riesen entfernt?

=> im Thread "Historische Prater-Aufnahmen" ist in einem von mir digitalisierten Amateurfilm (Teil 2; meine Schätzung: entstanden um 1970) der Riese übrigens noch voll beweglich zu sehen


Weitere offen Fragen über den Prater, die mich auch noch brennend interessieren würden:

- In welchem Jahr wurde die Jet Star Hochschaubahn (in der Nähe vom Riesenrad) von ihrer ursprünglich blau-roten Lackierung auf blau-gelb umlackiert? Im Film "Jesus von Ottakring" (Hoanzl DVD) aus dem Jahr 1975 ist sie noch blau-rot; ich kann mich aber nur noch an die blau-gelbe Lackierung erinnern.

- Bis zu welchem Jahr stand der "Turbo Star" neben der Hochbahn?

- Wann wurden der große rote Teufel und der große Werwolf auf der Geisterbahn zum Roten Adler montiert?

- Wo war der letzte Standort des Trudelrades? Wann wurde es demontiert? Ich glaube mich erinnern zu können, dass die Gondeln zuletzt hellblau lackiert waren.

- In welchem Jahr wurde die Geisterbahn "Teufelskutsche" zwischen Kalypso und Alt Wiener Grottenbahn abgerissen? La Speranza behauptet in seinem Buch, das sei 1977 passiert. Die Fotos um 1974 auf www.prater.at (Baulücke) und auch dass "Schnucki" von Heller lassen aber darauf schließen, dass es schon  im Herbst 1973 passiert sein müsste.

- Gibt es (Farb-)Fotos bzw. Detailaufnahmen von den Malereien von der Großen Alten Geisterbahn (Zecha) aus den 70er oder frühen 80er-Jahren (ist ja leider 1983 abgebrannt)?

- Bis zu welchem Jahr befand sich der linke, kleinere Dachdrache auf der Alt Wiener Grottenbahn?

- Von wann bis wann stand das Hully Gully im Prater?

- In welcher Grottenbahn gab es die Vitrine, wo Siegfried im Blut des Drachen badete (ich vermute, dass es die Lindwurm-Grottenbahn war)?

Also wer was weiß, nur zu!
Und vielen Dank schon im Voraus!  Zwinkernd
« Letzte Änderung: 09. Juli 2010, 00:55:14 von NostalgieFreak » Gespeichert
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« Antworten #7 am: 08. August 2010, 21:16:14 »

Lieber Nostalgiefreak!

Das sind etwas viele Fragen auf einmal. Aber ich werde versuchen, sie in nächster Zeit sukzessive abzuarbeiten.

Vorab einige allgemeine Feststellungen – Kategorien - welche für die meisten Betriebe des Nachkriegspraters zutreffend sind:
1.   Kategorie a
In den ersten Nachkriegsjahren war der Wurstelprater voll mit mobilen Fahrgeschäften, welche für eine oder mehrere Saisonen im Einsatz waren. Einerseits hatte man Interesse daran, eine Rückkehr zur Normalität zu signalisieren, andererseits brauchten die Wiener gerade damals den Prater um aus den auf Grund von Einquartierungen in den nicht zerstörten Wohnungen beengten Wohnverhältnissen ausbrechen zu können und nach dem erlittenen Leid etwas Vergnügung zu finden. Wer das Glück hatte, politisch nicht belastet gewesen zu sein und für den Wiederaufbau ein Grundstück zugewiesen zu bekommen, versuchte so schnell als möglich, einen Betrieb aus dem Boden zu stampfen. Dafür wurden entweder von befreundeten Schaustellern mobile Fahrgeschäfte angekauft, ausgeborgt oder der Grund an fahrende Schausteller untervermietet, um das Geld für den eigenen Betrieb anzusparen. Die Attraktionen wechselten dauernd und eine vollständige Rekonstruktion des Angebotes ist heute nicht mehr möglich.
2.   Kategorie b
„Wir haben die alten Geister wiedererstehen lassen müssen, sonst wären wir pleite gegangen. Aber wir haben uns künstlerisch bemüht.“ Diesen Satz legt Helmut Qualtinger in seinem gemeinsam mit dem Wiener Fotografen Franz Hubmann kreierten Praterbuch „Der Wiener Prater – die schönste Illusion der Gegenwart“ einem Geisterbahnbesitzer in den Mund. Und es wäre nicht Qualtinger, würde er mit dem Satz nicht genau ins Schwarze treffen. Das Meiste am Wiederaufbau wirkte „bemüht“.
3.  Kategorie c
Wer beim Wiederaufbau Vorkriegsniveau anpeilte und zu groß plante, erlitt in fast allen Fällen Schiffbruch. In der ersten Hälfte der Fünfzigerjahre standen viele „Bauruinen“ im Prater – eine begonnene Flugbahn gehörte ebenso dazu wie eine große Wassergrottenbahn – den Erbauern war das Geld ausgegangen, oft gaben die Banken keine Darlehen mehr, denn der Prater befand sich in der unsicheren Russenzone. Als weiteres Beispiel mag die Hochschaubahn dienen: die Konstruktion war doppelt so groß geplant (sie würde in das heutige Schweizerhaus reichen) und wurde rechtzeitig reduziert; trotzdem dauerte der Aufbau bis mehrere Jahre bis 1950 eröffnet werden konnte.

Vorsicht mit Farbpostkarten vor und um 1960. Diese waren Schwarz- Weiß-Fotografien, welche für den Druck koloriert wurden. Die Farben stimmen in den meisten Fällen nicht!

Der gewünschte Nachtrag  zum Geisterschloss:
Die Schlangen des Geisterschlosses wurden ebenfalls zwischen 1973 und 1975 (wahrscheinlich auch im Winter 1974/75) demontiert und durch das Drachentier ersetzt. Dieses Foto
http://www.prater.at/ImageDetail.php?ImageId=3009
ist wahrscheinlich das letzte mit den Schlangen; die rechte scheint bereits beschädigt – abgeknickt. Es dürfte etwas früher entstanden sein  (die Bäume sind belaubt), als die meisten Bilder dieser Serie, die ich am ehesten mit 1975 datieren würde (Brantusa schreibt ausdrücklich „um“ 1974).

Zum „roten Adler“
Winter 1974/75 wurde der Turm renoviert und der Adler durch den beflügelten Teufel  ersetzt.  Dieses Bild zeigt den Zustand bis 1976:
http://www.prater.at/ImageDetail.php?ImageId=263
Für die Saison 1977 wurde der zweite Turm errichtet und es wurden einige weitere Figuren montiert (Riesengestalt, Hexe im neuen Turm). In der Folge „Nachttankstelle“ aus der Serie „Kottan ermittelt“ gedreht im Frühjahr 1978 ist die Bahn in diesem Zustand zu sehen. Der zweite Teufel auf dem Balkon rechts kam nach einem Brand in diesem Bereich dazu. Seither veränderte sich die Bahn kaum noch.  Der Drache an der linken Breitseite der Bahn war 1966 – zur 200-Jahrfeier das Eingangsportal zum Prater und wurde danach an der Geisterbahn angebracht. Diese Geisterbahn hatte am längsten lebende Geister im Einsatz (bis lange in die 80er Jahre hinein).
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« Antworten #8 am: 08. August 2010, 21:22:55 »

[„Jet Star 2“ – dieses Achterbahnmodell wurde von Schwarzkopf ab 1970 gebaut, in Wien wurde die Bahn 1971 (oder 1972) in Betrieb genommen und ersetzte die „Einschienenbahn“ aus dem Jahr 1955. Nach meiner Erinnerung war sie die längste Zeit gelb/blau lackiert, sodass ich das Jahr für den Neuanstrich mit 1975 datieren würde (möglicher Weise wurde die Szene in dem von Ihnen genannten Film, der 1975 in die Kinos kam, schon 1974 gedreht). Spätestens  passierte es aber im Winter 1975/76. Die Bahn stand bis 1981.
„Turbo-Star“ wurde 1975 installiert und stand so lange wie die Hochbahn, bis  1977 (übrigens „Hochbahn 2“ – Modell  Zykon Z 47 der  Marke „Pinfari“ -  Emilia Romagna;  eröffnet lt. Zeitungsberichten 1966. Sie löste die „Hochbahn 1“- eine Holzkonstruktion mit einigen Eisenstreben -ab). 1976 war links neben dem Turbo-Star noch zusätzlich „Saturn“ installiert worden (abgebildet auf Ihrer Netzseite unter dem Thema „Apollo 12“). 1978 erfolgte die Umstellung.  „Saturn“ rückte an die Stelle der „Hochbahn 2“ (dort stand er bis 1986), rechts daneben wurde das „Cinema 2000“ errichtet (1979 eröffnet ebenfalls bis 1986 in Betrieb), neben dem „Jet-Star 2“ stand  1978 interimistisch für eine Saison eine kleine, familienfreundliche Achterbahn „4-er Bob“ Marke „Zierer“.  1979 war derart der Platz für „Hochbahn 3“ geschaffen (Modell  Zyklon Z 64 – die größere Ausgabe des Pinfari-Produktes, Vorgängerin der seit 1990 bestehenden „Super8“  – ebenfalls Marke „Pinfari“).
Das „Trudelrad“ gehört zu den Fahrgeschäften „Kategorie a“ – es wurde bereits um 1950 zunächst auf Parz. 69 aufgestellt. Dieses Fahrgeschäft gab es damals auch auf vielen Jahrmärkten und Rummelplätzen (auch in dem Film „Rollercoaster“ ist in dem zwischenzeitlich nicht mehr existenten Ocean-View-Park im Hintergrund eines zu sehen). Unser Trudelrad übersiedelte um 1970 auf Parzelle 68 und stand dort bis 1980 (auf Parz. 69 war 1973 ein „Tigerhai“ aufgestellt, dann  folgte das „Round-Up“).  Ich kann mich nur an die rot/gelbe Farbgebung, zeitweise auch mit Flammen an den Spitzen erinnern. Die Lackierung blau/silber auf einer alten Postkarte ist fragwürdig (weil wahrscheinlich nachträglich coloriert). 1981 wurde auf Parz. 68 mit dem Bau des „Domino“ begonnen, der aber erst 1983 eröffnet wurde.
Das „Hully-Gully“ gab es im Laufe der Zeit öfters. Am längsten stand es hinter dem Geisterschloss (etwa ab 1976/77), 1981 wurde es dort vom „Tagada“ abgelöst.  Es stand dann noch kurzzeitig (keine ganze Saison) hinter der „Lindwurm-Grottenbahn“ (Parz. 25b) und auf Parz. 30, nachdem dort im Winter 1991/2 eines der letzten Gebäude, welches den Weltkrieg II überlebt hatte, abgerissen worden war.

 
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« Antworten #9 am: 15. August 2010, 18:32:24 »

Lieber Nostalgiefreak!

Das sind etwas viele Fragen auf einmal. Aber ich werde versuchen, sie in nächster Zeit sukzessive abzuarbeiten.
Lieber praterfritze,

ich bin schon sehr gespannt! Zwinkernd
Herzlichen Dank für die tollen Informationen und für die Recherche-Arbeit, die Sie dafür auf sich genommen haben! Smiley

„Wir haben die alten Geister wiedererstehen lassen müssen, sonst wären wir pleite gegangen. Aber wir haben uns künstlerisch bemüht.“ Diesen Satz legt Helmut Qualtinger in seinem gemeinsam mit dem Wiener Fotografen Franz Hubmann kreierten Praterbuch „Der Wiener Prater – die schönste Illusion der Gegenwart“ einem Geisterbahnbesitzer in den Mund. Und es wäre nicht Qualtinger, würde er mit dem Satz nicht genau ins Schwarze treffen. Das Meiste am Wiederaufbau wirkte „bemüht“.
Ich kenne das Buch und hab es mir einmal ausgeliehen, um Bilder zu scannen, besitze es aber folglich nicht. Die Auflage war, glaube ich, sehr klein.

Vorsicht mit Farbpostkarten vor und um 1960. Diese waren Schwarz- Weiß-Fotografien, welche für den Druck koloriert wurden. Die Farben stimmen in den meisten Fällen nicht!
In den meisten Fällen erkennt man das zum Glück recht gut.

Der gewünschte Nachtrag  zum Geisterschloss:
Die Schlangen des Geisterschlosses wurden ebenfalls zwischen 1973 und 1975 (wahrscheinlich auch im Winter 1974/75) demontiert und durch das Drachentier ersetzt. Dieses Foto
http://www.prater.at/ImageDetail.php?ImageId=3009
ist wahrscheinlich das letzte mit den Schlangen; die rechte scheint bereits beschädigt – abgeknickt. Es dürfte etwas früher entstanden sein  (die Bäume sind belaubt), als die meisten Bilder dieser Serie, die ich am ehesten mit 1975 datieren würde (Brantusa schreibt ausdrücklich „um“ 1974).
Hierzu ein Screenshot aus dem Film "Jesus von Ottakring", auf dem die Schlangen noch eindeutig zu erkennen sind (Produktionsjahr 1974 oder wahrscheinlich 1975)*:


Eine Ansicht vom Geisterschloss zur 200-Jahr-Feier am 28. August 1966. Der Kopf des Riesen sieht hier noch etwas anders aus als in den 70er-Jahren:


Ein Bild des Riesen aus dem Amateurfilm "Prater-Spaziergang" (Wiener Prater um 1970) - hier schon mit dem Kopf, der mir geläufig ist:




Zum „roten Adler“
Winter 1974/75 wurde der Turm renoviert und der Adler durch den beflügelten Teufel  ersetzt.  Dieses Bild zeigt den Zustand bis 1976:
http://www.prater.at/ImageDetail.php?ImageId=263
Ist auch durch den Film "Jesus von Ottakring" belegt:


Für die Saison 1977 wurde der zweite Turm errichtet und es wurden einige weitere Figuren montiert (Riesengestalt, Hexe im neuen Turm).
Ich war der Meinung, der riesige Werwolf wäre schon in der Saison 1976 Teil der Fassade gewesen, kann das aber nicht durch Quellen belegen.

In der Folge „Nachttankstelle“ aus der Serie „Kottan ermittelt“ gedreht im Frühjahr 1978 ist die Bahn in diesem Zustand zu sehen.
Diese Aufnahmen am Beginn der "Kottan"-Folge kenne ich natürlich. Zwinkernd

Der zweite Teufel auf dem Balkon rechts kam nach einem Brand in diesem Bereich dazu.
Ich nehme an, dass Sie diesen meinen:


Seither veränderte sich die Bahn kaum noch.  Der Drache an der linken Breitseite der Bahn war 1966 – zur 200-Jahrfeier das Eingangsportal zum Prater und wurde danach an der Geisterbahn angebracht.
Dazu ein Bild von der 200 Jahr-Feier des Praters am 26. 08. 1966:


Diese Geisterbahn hatte am längsten lebende Geister im Einsatz (bis lange in die 80er Jahre hinein).
Auch hierzu ein passendes Bild aus "Prater-Spaziergang" (Wiener Prater um 1970):



* Die meisten Quellen geben als Jahr der Veröffentlichung 1976 an, daher gehe ich davon aus, dass 1975 das Produktionsjahr war:
http://www.imdb.com/title/tt0074713/
http://filmarchiv.at/show_content.php?action=showsingle&pr_id=571&pr_filter_monat=3&pr_filter_jahr=2007&pr_such_jahr=0&pr_such_begriff=
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Pellert
« Letzte Änderung: 15. August 2010, 19:06:25 von NostalgieFreak » Gespeichert
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« Antworten #10 am: 15. August 2010, 19:50:36 »

[„Jet Star 2“ – dieses Achterbahnmodell wurde von Schwarzkopf ab 1970 gebaut, in Wien wurde die Bahn 1971 (oder 1972) in Betrieb genommen und ersetzte die „Einschienenbahn“ aus dem Jahr 1955. Nach meiner Erinnerung war sie die längste Zeit gelb/blau lackiert, sodass ich das Jahr für den Neuanstrich mit 1975 datieren würde (möglicher Weise wurde die Szene in dem von Ihnen genannten Film, der 1975 in die Kinos kam, schon 1974 gedreht). Spätestens  passierte es aber im Winter 1975/76. Die Bahn stand bis 1981.
Auf der Webseite von Schwarzkopf wird behauptet, die Bahn sei 1968 im Prater aufgestellt worden:
http://schwarzkopf.coaster.net/ESjetstarHF.htm
bzw.
http://schwarzkopf.coaster.net/a-zHF.htm#P

Daher hab ich dem von mir digitalisierten Super-8 Film "Prater-Spaziergang" auf YouTube den Titel "Wiener Prater um 1970" gegeben. Wenn "Jet Star" wirklich erst 1971 oder 1972 errichtet wurde, müsste ich Ihn umbenennen in: "Wiener Prater um 1972"  Zwinkernd

Ein paar Bilder daraus vom "Jet Star":






Weitere Screenshots mit dem alten rot-blauen Anstrich des Jet Star aus dem Film "Jesus von Ottakring" (1974 oder 75):




„Turbo-Star“ wurde 1975 installiert und stand so lange wie die Hochbahn, bis  1977 (übrigens „Hochbahn 2“ – Modell  Zykon Z 47 der  Marke „Pinfari“ -  Emilia Romagna;  eröffnet lt. Zeitungsberichten 1966. Sie löste die „Hochbahn 1“- eine Holzkonstruktion mit einigen Eisenstreben -ab). 1976 war links neben dem Turbo-Star noch zusätzlich „Saturn“ installiert worden (abgebildet auf Ihrer Netzseite unter dem Thema „Apollo 12“). 1978 erfolgte die Umstellung.  „Saturn“ rückte an die Stelle der „Hochbahn 2“ (dort stand er bis 1986), rechts daneben wurde das „Cinema 2000“ errichtet (1979 eröffnet ebenfalls bis 1986 in Betrieb), neben dem „Jet-Star 2“ stand  1978 interimistisch für eine Saison eine kleine, familienfreundliche Achterbahn „4-er Bob“ Marke „Zierer“.  1979 war derart der Platz für „Hochbahn 3“ geschaffen (Modell  Zyklon Z 64 – die größere Ausgabe des Pinfari-Produktes, Vorgängerin der seit 1990 bestehenden „Super8“  – ebenfalls Marke „Pinfari“).

Auch hierzu ein Bild:
http://www.prater.at/ImageDetail.php?ImageId=3307

==> Gemäß dieser Schilderung müsste also links außerhalb des Bildes "Saturn" liegen. Dann müsste das Objekt hier am linken Rand des Bildes die Kassa von "Saturn" sein und "Saturn" müsste sich demnach ungefähr an jenem Platz befunden haben, wo heute der "Donau Jump" steht - d.h. von 1976 - 77 irgendwo zwischen dem "Jet Star" und dem Bahnhof der Liliputbahn. In der Mitte des Bildes befindet sich "Turbo Star" und ganz rechts die "Hochbahn 2". Wenn ich es richtig interpretiere, dann hätte ab 1979 die "Hochbahn 3" den Platz von "Turbo Star" und eventuell einen Teil des Standortes von "Hochbahn 2" auf Parz. 94 - 96 eingenommen, während im nördlichen Teil des ehemaligen Standortes der "Hochbahn 2" (also näher beim Riesenrad) dann 1978 "Saturn" und "Cinema 2000" errichtet worden sind.

Hier der "Turbo Star" aus einem anderen Blickwinkel (Screenshot aus dem Videoclip Österreichfilm#01* auf YouTube):


sowie ein weiterer Screenshot aus dem Film "Jesus von Ottakring" mit dem Turbo Star (Nahaufnahme von der zentralen Rotationsachse):


Ich hab auch noch Fotos vom September 1973 gefunden, die anscheinend die "Hochbahn 2" zeigt. Auch die grünen Stützen deuten darauf hin (vgl. dazu auch die Screenshots aus "Jesus von Ottakring"). Die "Hochbahn 3" hatte ja weiße Stützen (vgl. Screenshots aus dem Amateurfilm "Prater" (Wiener Prater um 1984) weiter unten). Diese Bilder würden somit Ihren Angaben entsprechen, wonach sich die "Hochbahn 2" an jenem Platz befunden hat, wo später "Saturn" und "Cinema 2000" standen.

"Hochbahn 2" - September 1973:




Weitere Screenshots aus dem Film "Jesus von Ottakring". Hier sieht man recht deutlich, wie nahe die "Hochbahn 2" beim Riesenrad gestanden sein muss:






Dazu Bilder aus dem Amateurfilm "Prater" (Wiener Prater um 1984), die von der "Hochbahn 3" aus aufgenommen wurden. Hier erkennt man gut, dass es sich um denselben Standort handelt, wo heute die "Super8er-Bahn" steht:




Im Hintergrund zu sehen: Saturn und dahinter das Cinema 2000:


Im Cinema 2000 müssen wohl über mehrere Jahre Ausschnitte aus dem Film "Krieg der Sterne" gelaufen sein. Ich kann mich jedenfalls erinnern, dass in den letzten Jahren auf der Außenhaut des Zelts Darth Vader und X-Wing-Fighter aufgemalt waren. Ich war allerdings nie drinnen.

"Cinema 2000":


"Saturn":


"Saturn" im "Österreichfilm#01" *:




Das „Trudelrad“ gehört zu den Fahrgeschäften „Kategorie a“ – es wurde bereits um 1950 zunächst auf Parz. 69 aufgestellt. Dieses Fahrgeschäft gab es damals auch auf vielen Jahrmärkten und Rummelplätzen (auch in dem Film „Rollercoaster“ ist in dem zwischenzeitlich nicht mehr existenten Ocean-View-Park im Hintergrund eines zu sehen). Unser Trudelrad übersiedelte um 1970 auf Parzelle 68 und stand dort bis 1980 (auf Parz. 69 war 1973 ein „Tigerhai“ aufgestellt, dann  folgte das „Round-Up“).  Ich kann mich nur an die rot/gelbe Farbgebung, zeitweise auch mit Flammen an den Spitzen erinnern. Die Lackierung blau/silber auf einer alten Postkarte ist fragwürdig (weil wahrscheinlich nachträglich coloriert). 1981 wurde auf Parz. 68 mit dem Bau des „Domino“ begonnen, der aber erst 1983 eröffnet wurde.

"Trudelrad": Eine gelbe und rote Gondel sind durch den Amateurfilm "Prater-Spaziergang" (Wiener Prater um 1970) belegt:


Eine silbrige Lackierung hingegen hier auf dem Screenshot aus "Österreichfilm#01" *:


In meiner Erinnerung waren die Gondeln zuletzt Hellblau lackiert, aber das war - wie gesagt - in frühester Kindheit und dafür würde ich jetzt nicht meine Hand ins Feuer legen. Zwinkernd

Das „Hully-Gully“ gab es im Laufe der Zeit öfters. Am längsten stand es hinter dem Geisterschloss (etwa ab 1976/77), 1981 wurde es dort vom „Tagada“ abgelöst.  Es stand dann noch kurzzeitig (keine ganze Saison) hinter der „Lindwurm-Grottenbahn“ (Parz. 25b) und auf Parz. 30, nachdem dort im Winter 1991/2 eines der letzten Gebäude, welches den Weltkrieg II überlebt hatte, abgerissen worden war.

Bilder von "Hully Gully" aus "Österreichfilm#01"*:




Von Hully Gully gab es auch eine Variante mit einem riesigen Oberkörper einer Puppe auf der Rotationsachse. Man hatte dann als Zuschauer den Eindruck, als ob es sich um eine riesige tanzende Frau handeln würde, wobei das Karussell sozusagen den Rock darstellte, der im Zuge der Drehbewegung "zu wehen" begann. Diese Version kenne ich vor allem noch von Volksfesten (Hollabrunn, Eggenburger Festtage).



* Kommentar des Editors von "Österreichfilm#01" auf YouTube:
"i edited the whole film using 4 different private film spools dating back to the sixties. with some footage parts i wasn`t that sure when they were shot exactly, i rather would have placed them to be from around the mid-70s... "
« Letzte Änderung: 15. August 2010, 20:59:41 von NostalgieFreak » Gespeichert
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« Antworten #11 am: 15. August 2010, 21:17:30 »

Hallo Nostalgiefreak!

Zu Deiner Feststellung hinsichtlich der Datierung Deines Filmes - ich habe lange gebrütet, an die "Bayern-Kurve kann ich mich dunkel erinnern und sie stand nur kurz im Frühling 1972 im Prater - es war ein mobiles Fahrgeschäft.

Zum Jet-Star: Schwarzkopf entwickelte 1967/68 den ersten Jet-Star - in Wien hieß diese Bahn "Cortina-Bob". Mehrheitlich ist in der Literatur zu lesen, dass die Bahn 1969 in Betrieb gegangen ist.  Es wurden für viele Schausteller in Deutschland solche Bahnen gebaut. Damit trat Steindl mit Passweg in Konkurrenz, denn dessen Hochbahn (II.) von 1966 hatte als erste Achterbahn im Prater erstmals einen Absturz von 60 Grad.

"Jet-Star 2" war die Weiterentwicklung mit noch steileren Kurven und dem innenliegenden Schräglooping.

http://schwarzkopf.coaster.net/ESjetstar2HF.htm

Passweg wollte die Konkurrenz mit Steindl aufnehmen und bestellte diese neue, verbesserte Auflage.

Zu "Saturn": dieser stand links neben dem "Turbo-Star" (auf dem heutigen Gelände von "Super 8 hätte noch so ein Karusell Platz gefunden, hingegen waren Hochbahn 1 und 2 nicht viel größer als die Dizzy-Maus; neben Jet-Star wäre kein Platz gewesen) - auf Meter genau kann ich die Verschiebung von 1978 allerdings nicht nachvollziehen.........
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« Antworten #12 am: 15. August 2010, 21:40:42 »

Hallo Nostalgiefreak!

Zu Deiner Feststellung hinsichtlich der Datierung Deines Filmes - ich habe lange gebrütet, an die "Bayern-Kurve kann ich mich dunkel erinnern und sie stand nur kurz im Frühling 1972 im Prater - es war ein mobiles Fahrgeschäft.

Hallo praterfritze,

super! Danke für die Info! Aufgrund Deiner Angaben zur "Bayern-Kruve" kann ich den Film endlich genau auf ein bestimmtes Jahr - nämlich 1972 - datieren. Ein Glück, dass wir hier einen Experten mit so umfangreichen historischen Kenntnissen im Forum haben!  Zwinkernd

Zu "Saturn": dieser stand links neben dem "Turbo-Star" (auf dem heutigen Gelände von "Super 8 hätte noch so ein Karusell Platz gefunden, hingegen waren Hochbahn 1 und 2 nicht viel größer als die Dizzy-Maus; neben Jet-Star wäre kein Platz gewesen) - auf Meter genau kann ich die Verschiebung von 1978 allerdings nicht nachvollziehen.........

Das heißt also, "Saturn" stand hinter dem "Turbo Star" oder mit anderen Worten: näher bei der Hauptalle bzw. wenn man vom Bahnhof der Liliputbahn in Richtung Riesenrad blickt, links neben dem "Turbo Star".
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